Erste Hilfe beim Skifahren: So reagierst du richtig!
heroimage-white-overlay

Erste Hilfe beim Skifahren: So reagierst du richtig!

09.12.2022

8 Tipps für die Erste Hilfe beim Skifahren

Die Skisaison steht vor der Tür. Wir zeigen dir in acht Schritten auf, wie du bei einem Skiunfall richtig reagierst. Wende die Erste Hilfe beim Skifahren richtig an!

1. Reaktion bei einem Skiunfall

Auch wenn es dir schwerfällt, ist es wichtig ruhig zu bleiben. Wie geht es dir? Hast du Schmerzen? Kannst Du Deine Arme und Beine bewegen? Brauchst du Hilfe von Drittpersonen? Oftmals reicht ein kurzer Selbstcheck aus damit du die Orientierung erneut erlangst. Sollte es dir jedoch schlechter gehen, dann rufe unbedingt nach Hilfe. Bei Verletzungen am Kopf oder der Wirbelsäule kann nämlich jede Bewegung fatal sein.

2. Massnahmen bei einem Skiunfall

In diesem Fall musst du zwingend in eine Handlung treten, denn ansonsten begehst du Fahrerflucht und machst dich strafbar. Du bist verpflichtet Erste Hilfe beim Skifahren zu leisten.  Als erstes musst du die Unfallstelle absichern damit es nicht zu Folgeunfällen kommt. Du kannst dafür deine Skistöcke oder Skier in Kreuzform hangaufwärst in den Schnee stecken. Hole dir Hilfe und Spreche vorbeifahrende Skifahrer:innen an.

3. Erste Hilfe beim Skifahren leisten und Bergrettung alarmieren

Verschaffe die nach dem Absichern umgehend einen Überblick über die Unfallsituation und beginne mit der Ersten Hilfe. Verschaffe dir einen Überblick über die Verletzungen und den Zustand der verunfallten Menschen. Bringe verletzte in eine bequeme Lage, schütze sie vor Unterkühlung und setze anschliessend den Notruf ab. Solltest du Unterstützung haben, dann teilt die Aufgaben untereinander auf.

4. Notrufnummern den Bergrettung

Die grossen Skinationen haben unterschiedliche Nummern für die Bergrettung. Im Notfall kannst du aber den europaweit gültigen Notruf 112 wählen. Mit den nationalen Nummern erreichst du jeweils die Bergrettung direkt. Die Nummer lauten wie folgt:

  • in Österreich 140
  • in Frankreich 15
  • in Italien und Südtirol 118
  • in der Schweiz 144
  • in Deutschland 112

5. Der Notruf

Bevor Du anrufst, atme tief durch und bleibe ruhig am Telefon. Dein Gegenüber wird mit dir am Telefon alle wichtigen Punkte durchgehen. Als Vorbereitung auf das Gespräch kannst du an die 5 «W-Fragen» denken.

  • Wo ist der Unfall passiert? (Genaue Angaben des Unfallortes und Wettersituation)
  • Was ist eigentlich genau passiert? (Beschreibung des Unfalls sofern möglich)
  • Wieviele Verletzte gibt es? (Angabe Anzahl der Verletzten)
  • Welche Art von Verletzungen kannst Du erkennen? (Lebensbedrohende Zustände dringend schildern!)
  • Wer meldet den Unfall? (Angabe deines Namens mit Rückrufmöglichkeit)

6. Beschreibe Deinen Standort

Versuche Dir stets die Pistennummer zu merken auf der du gerade unterwegs bist oder den Namen des Liftes, den du gerade genutzt hast. Das Rettungsteam kann so ohne lange suchen an den Unfallort gelangen. Falls Du diese Informationen nicht hast, musst Du Dir die Informationen aus Deiner Umgebung beschaffen. Gibt es Pistenschilder mit Zahlen? Hast Du einen Blick auf einen markanten Punkt in der Landschaft. Höre stets der Bergrettung gut zu und beantworte ihre Fragen. Ein Notruf ist kostenfrei und kann unabhängig von deinem Anbieter abgesetzt werden. Solltest Du keinen Empfang haben, wird empfohlen deinen Standort zu wechseln und es erneut zu versuchen.

7. Umgang mit einem Skiunfallopfer

Nach den vorangehenden Punkten kannst Du Dich nun um das Unfallopfer kümmern und Erste Hilfe beim Skifahren leisten. Sprich nun die verunfallte Person an und prüfe die Atmung. Sollte das Unfallopfer ansprechbar sein, dann versuche mit gezielten Fragen schwere Verletzungen auszuschliessen. Sollte sich die verletzte Person eigenständig bewegen können, dann kannst Du ihr an den Rand der Piste helfen. Ansonsten gilt es die Person aufgrund von möglichen Folgeverletzungen nicht zu bewegen.

8. Erste Hilfe bei Bewusstlosigkeit oder fehlender Atmung

Sollte die verunglückte Person bewusstlos sein und jedoch atmen, dann bringst du sie in die stabile Seitenlage. Ausserdem musst Du sie vor Unterkühlung schützen. Atmet eine verunfallte Person nicht mehr, musst Du sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung loslegen. Diese Wiederbelebungsmassnahmen können sehr kräfteraubend sein. Am besten wechselst Du Dich dabei mit anderen Helfern ab. Sei mutig und habe Vertrauen in deine Fähigkeiten!